Székesfehérvár, 31.März 2026. Playoff-Atmosphäre, Hexenkessel und eine lange Durststrecke im Gepäck – die Moser Medical Graz99ers standen im zweiten Halbfinalspiel der Best-of-seven-Serie vor einer echten Bewährungsprobe. In der MET Aréna Székesfehérvár ging es nicht nur darum, auf 2:0 in der Serie zu stellen, sondern auch einen hartnäckigen Auswärtsfluch endlich zu durchbrechen. Seit unglaublichen 1272 Tagen hatten die Grazer in Székesfehérvár nicht mehr gewonnen, ein Erfolg nach regulärer Spielzeit lag sogar 1573 Tage zurück – bis zu diesem Abend. Angeführt von einem starken Maxime Lagacé und einer entschlossenen Mannschaftsleistung setzten die 99ers ein deutliches Ausrufezeichen und beendeten beide Negativserien eindrucksvoll. Beim souveränen 5:1-Erfolg trugen sich Manuel Ganahl, Lukas Haudum, Nick Swaney sowie Kevin Conley (2) in die Torschützenliste ein. Letzterer krönte seine starke Leistung mit einem echten „Gordie Howe Hattrick“ – Tor, Assist und Fight in einer Partie – und wurde damit zur prägenden Figur eines fantastischen Abends.
Blitzstart der 99ers
Die Graz99ers erwischten einen echten Traumstart: Nach nur 11 Sekunden brachte Kevin Conley den Puck scharf zur Mitte, wo Manuel Ganahl seine Schlägerschaufel ideal hinhielt und zur frühen 1:0-Führung einschob. Den Ausgleich hatte Trevor Cheek auf der Schaufel – bei einem Breakaway fand er aber in Maxime Lagacé seinen Meister. In weiterer Folge bestimmten die Grazer das Spielgeschehen und setzten den Gegner aus Fehérvár immer wieder unter Druck. Mit einer knappen, aber verdienten Führung für Graz ging es schließlich in die erste Drittelpause.
Treffer aberkannt, Currie duschen geschickt – Conley mit dem verdienten 2:0
Die Grazer legten im Mittelabschnitt nach und glaubten in Minute 25 bereits das 2:0 erzielt zu haben: Nick Bailen traf, doch nach minutenlanger Videoüberprüfung entschieden die Schiedsrichter auf kein Tor – eine bittere Entscheidung für die Gäste. Kurz darauf wurde es hektisch: Josh Currie musste nach einem Vergehen mit einer 5-Minuten-Strafe plus Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis. Doch die Grazer fanden die perfekte Antwort: Kevin Conley traf mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zum hochverdienten 2:0. Die Ungarn gaben sich jedoch nicht auf und kamen ebenfalls zu Möglichkeiten – unter anderem verhinderte die Stange einen Treffer. Dennoch ging die Zwei-Tore-Führung für die Grazer nach 40 Minuten absolut in Ordnung.
Doppelschlag nach Wiederbeginn brachte Graz endgültig auf Siegerstraße
Die Graz99ers sorgten gleich nach Wiederbeginn für die Vorentscheidung: Mit einem Doppelschlag im Powerplay stellten sie früh die Weichen auf Sieg. Nach zwei sehenswerten Zuspielen von Kevin Roy trafen zunächst Lukas Haudum und wenig später erneut Kevin Conley zum komfortablen 4:0. Fehérvár schwächte sich weiterhin durch Strafzeiten, kamen aber dennoch in Unterzahl zum Ehrentreffer: Trevor Cheek nutzte eine Gelegenheit und verkürzte auf 4:1. Ein weiterer Treffer der Magyaren wurde wegen Abseits aberkannt. In der Schlussphase riskierte Fehérvár alles: Rund fünf Minuten vor dem Ende nahm Head Coach Ted Dent Torhüter Rasmus Reijola zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Den Schlusspunkt setzte jedoch Nick Swaney mit einem Treffer ins leere Tor zum 5:1-Endstand. In der Schlussminute wurde es noch einmal ruppig, als Kevin Conley und Adam Falus in einen Fight verwickelt waren.
win2day ICE Hockey League +++ Playoff-Halbfinale
Hydro Fehérvár AV19 – Moser Medical Graz99ers 1:5 (0:1)(0:1)(1:3)
Torfolge: 0:1 Ganahl (1.), 0:2 Conley (32.), 0:3 Haudum (41.PP), 0:4 Conley (42.PP), 1:4 Cheek (44.SH), 1:5 Swaney (57.EN)
Stand der Best-of-seven-Serie: 0:2
Tabelle und Statistiken: https://www.ice.hockey
Highlights: https://www.ice.hockey/en/video/highlights
Öffentliches Training: Start Graz99ers Pre-Season
Öffentliches Training: Start Graz99ers Pre-Season