Graz, 1. April 2026. – Der „Bunker“ bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Chance, sich bereits vier Match-Pucks zu erspielen. Semifinale Nummer drei der Moser Medical Graz99ers gegen Hydro Fehérvár AV19 am morgigen Donnerstag (18.30 Uhr, ORF Sport+ live) liefert nach der „Vergangenheitsbewältigung“ in der letzten Nacht in Ungarn zusätzliche Brisanz.
Die beiden Semifinalserien haben nun richtig Playoff-Fahrt aufgenommen. Bisweilen auch mehr als das. Zum Beispiel mit 236 Strafminuten beim Heimspiel von Olimpija Ljubljana gegen Pustertal (0:3, Serie 0:2), davon alleine 143 Minuten für Laibach. Dagegen lesen sich die „nur“ 69 Strafminuten in Székesfehérvár, 40 für die Graz99ers, geradezu harmlos. Und immer noch „mit genug Disziplin, um zu gewinnen“, wie Head Coach Dan Lacroix das Geschehene und den ersten Sieg bei Fehérvár nach dreieinhalb Jahren sowie den ersten in der neuen MET Aréna überhaupt, auf den Punkt bringt.
Die Vergangenheit wäre damit einmal abgehakt. Der 5:1-Erfolg, Nummer zwei im zweiten Halbfinalspiel, hat auch Lacroix hörbar gut getan. „Weil wir ja wussten, dass wir bei diesem Gegner immer Schwierigkeiten hatten. Umso mehr hat es mir gefallen, wie wir ins Match gestartet sind. Wie fokussiert wir in jeder Phase geblieben sind, wie richtig gut wir die jeweils nächsten Shifts gefahren sind“, spielt Lacroix auf die zahlreichen Unterbrechungen und Video-Calls an.
„Es ist grundsätzlich gut, dass Tore auf ihre Richtigkeit überprüft werden. Und einmal fällt die Entscheidung eben für dich, einmal gegen dich aus“, sagt Lacroix. „Aber es hat immer sehr lange gedauert. So wird es dann ein Spiel, in dem der Fokus sehr leicht verloren gehen kann. Gerade deshalb war es ein großartiger Job unserer Mannschaft. Nicht zuletzt, wie sie ihre Emotionen gemanagt hat.“
Auch der Ostersonntag live auf ORF Sport+
Heute, weit nach Mitternacht, zurück aus Ungarn. Daher erst zu Mittag und nur 50 Minuten Eistraining. Ehe es bereits am morgigen Donnerstag mit Spiel drei und der großen Chance, sich bereits vier Match-Pucks zu erspielen, weiter geht. Das Merkur Eisstadion ist zum sechsten Mal hintereinander bis unters Dach ausverkauft, Tageskassen bleiben daher wieder geschlossen, lediglich reservierte Tickets können an einem eigenen Schalter abgeholt werden.
Zudem wird das morgige Spiel wieder auf ORF Sport+ live übertragen (ab 18.20 Uhr). Und danach bringt auch der Ostersonntag Eishockey und die Graz99ers via Free-TV ins Haus – ebenso auf ORF Sport+ wird Semifinale Nummer vier aus Székesfehérvár (Spielbeginn 16.30 Uhr) live gesendet.
Unsere Statements
Daniel Lacroix, Head Coach Graz99ers: „Alles in allem war es ein großartiger Job unserer Mannschaft. Vor allem, wie wir mit unseren Emotionen, ob wir Entscheidungen gut finden oder nicht, umgegangen sind. Okay, auch unsere Disziplin war nicht so, wie sie sein sollte. Aber wir waren dennoch diszipliniert genug, um zu gewinnen. Auch im nächsten Spiel wird unser Start sehr wichtig sein. Fehérvár ist nach wie vor sehr strukturiert. Sie spielen passiv, dann spielen sie wieder hart. Aber das muss uns egal sein. Wir müssen einen Weg finden, 60 Minuten konstant zu sein, dann haben wir guten Chancen, abermals zu gewinnen.“
Playoffs 2025|26, win2day ICE Hockey League, Semifinale, Spiel 3: Moser Medical Graz99ers vs. Hydro Fehérvár AV19 (Donnerstag, 2.4. | 18.30 Uhr | Merkur Eisstadion). – Serie: 2:0 Graz99ers
Live: ORF Sport+ live (ab 18.20 Uhr), Kommentatoren Gerfried Nagel & Chris Harand bzw. Gregor Waltl
Mit zwei Siegen – Graz99ers gegen VSV bereits um vier „Match-Pucks“
Mit zwei Siegen – Graz99ers gegen VSV bereits um vier „Match-Pucks“