Graz, 29.März 2026. Auftakt in das Playoff-Halbfinale der Saison 2025/26: Vor ausverkauftem Haus im Merkur Eisstadion trafen die Moser Medical Graz99ers auf Hydro Fehérvár AV19. Von Beginn an entwickelte sich eine Partie auf Messers Schneide, in der beide Teams keinen Zentimeter Eis preisgaben und es durchgehend eng zur Sache ging. Am Ende hatten jedoch die Grazer das bessere Ende für sich, setzten sich knapp, aber verdient mit 3:2 durch und gingen damit in der Best-of-seven-Serie mit 1:0 in Führung.
99ers klar spielbestimmend
Im ersten Drittel präsentierten sich die 99ers von Beginn an offensivstark und setzten früh klare Akzente. Bereits in der 4. Minute wurden ihre Bemühungen belohnt: Nach einem präzisen Zuspiel von Lukas Haudum stand Paul Huber ideal positioniert und verwertete zur verdienten 1:0-Führung. Auch in weiterer Folge blieben die Hausherren tonangebend. Während eines Powerplays lag der zweite Treffer in der Luft, doch Frank Hora hatte Pech, als sein Schuss nur an die Stange klatschte. Die 99ers hielten den Druck hoch und schnürten die Gäste phasenweise in deren eigenem Drittel ein. Die Ungarn fanden jedoch zunehmend besser ins Spiel und nutzten ihrerseits eine Überzahlsituation eiskalt aus: Trevor Cheek erzielte den Ausgleich zum 1:1. Mit diesem Treffer war Fehérvár endgültig im Spiel angekommen. Kurz vor Drittelende jubelten die 99ers erneut, doch ein Treffer von Josh Currie wurde nach einer Coaches Challenge wegen Torhüterbehinderung aberkannt. Somit ging es mit einem 1:1-Unentschieden in die erste Pause.
Ausgeglichenes Drittel 2 – es blieb spannend
Im zweiten Drittel ging es sofort mit hohem Tempo weiter. Gleich im ersten Wechsel war Goalie Maxime Lagacé gefordert und stellte seine Klasse mit mehreren starken Paraden unter Beweis. Kurz darauf durften die Grazer erneut jubeln: Lukas Haudum brachte die Scheibe aufs Tor, Rasmus Reijola konnte diese nicht festhalten, und Nick Swaney reagierte am schnellsten – der Abpraller landete zum 2:1 im Netz. Doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Ein folgenschwerer Fehlpass von Frank Hora wurde konsequent bestraft: Nach einem Zuspiel von Archibald blieb Gerlach eiskalt und erzielte den Ausgleich zum 2:2. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, doch beide Torhüter ließen keine weiteren Treffer mehr zu. Somit ging es mit einem 2:2-Unentschieden in die zweite Pause.
Schiechl ließ den Bunker jubeln
Im Schlussdrittel war zunächst Vorsicht auf beiden Seiten das bestimmende Element. Keine Mannschaft wollte den entscheidenden Fehler machen, entsprechend kontrolliert verliefen die ersten Minuten. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen jedoch die Grazer immer mehr das Kommando und drängten auf die Entscheidung. In der 54. Minute schien diese bereits gefallen zu sein: Nick Swaney jubelte, nachdem der Puck die Linie überquert hatte. Doch erneut wurde der Treffer aberkannt – diesmal wegen Torraumabseits. Die Enttäuschung währte jedoch nur kurz: Nur eine Minute später war es dann doch so weit. Michael Schiechl behielt im Fallen die Übersicht und stellte auf 3:2 für die 99ers. In der Schlussphase setzte Fehérvár alles auf eine Karte. Rund eineinhalb Minuten vor dem Ende verließ Goalie Reijola sein Tor zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers. Trotz des Drucks der Gäste verteidigten die Grazer ihren Vorsprung konsequent und brachten den knappen 3:2-Erfolg über die Zeit. Damit sicherten sich die 99ers den Sieg in Spiel 1.
win2day ICE Hockey League +++ Playoff-Halbfinale
Moser Medical Graz99ers – Hydro Fehérvár AV19 3:2 (1:1)(1:1)(1:0)
Torfolge: 1:0 Huber (4.), 1:1 Cheek (16.PP), 2:1 Swaney (22.), 2:2 Gerlach (28.), 3:2 Schiechl (55.)
Stand der Best-of-seven-Serie: 1:0
Tabelle und Statistiken: https://www.ice.hockey
Highlights: https://www.ice.hockey/en/video/highlights
Öffentliches Training: Start Graz99ers Pre-Season
Öffentliches Training: Start Graz99ers Pre-Season